Die Geschichte der Grünen in Söchau

Die Anfänge von 1990
Der Erfolg bei den GR-Wahlen von 1995
Die Grünen heute
Das Team 


GR Erich Meister
GR Mag. Wolfgang Fink 

 

 

Die Anfänge von 1990

Schon längere Zeit war aufgefallen, dass es in der Gemeinde Söchau ein mögliches Potenzial an Grünwählern geben könnte. Andererseits gab es eine allgemeine Unzufriedenheit mit den herrschenden politischen Umständen. Die Dominanz der ÖVP war so erdrückend, dass sie vor den Gemeinderatswahlen von 1990 in fünf Teilfraktionen zerbröselte.

Da wollten auch die Grünen das Parteienspektrum erweitern und zur Rekordnennung von acht um den Einzug in den Gemeinderat werbenden Gruppierungen beitragen.

Der Name für die neue Fraktion musste noch gefunden werden. Man wollte nicht gleich direkt als Grüne, sondern nur als grünnahe Fraktion antreten. Zudem sollte die Bezeichnung kein Duckmäusertum, aber Frechheit signalisieren. Schließlich hatte das grüne Söchauer Urgestein Karl Peierl die Idee: "BürgerInitiative Sauberes Söchau" - die BISS war geboren !Peter Drobnic

Und so kandidierten neben dem Rockbarden unter der Führung von Ing. Peter Drobnic (Bild rechts), einem langjährigen Naturschutzbundmitglied und Kräuterexperten, der Tischler Willi Weber, der Student Oskar Schellnast, der Handelskaufmann Hans Sammer und der Stahlcordarbeiter Franz Stallinger als Liste 6 für den Söchauer Gemeinderat.

Als scharfe Waffe im Wahlkampf erwies sich dabei die neugeschaffenen Grüne Ortszeitung "BISSGURN" , in der mit viel Witz und gekonnter Satire nicht nur die bisherige Ortspolitik pikant karikiert wurde (siehe Hexi) , sondern auch die Anliegen der neuen Bewegung unter die interessierte Dorfbevölkerung getragen wurde.

Leider reichte es damals noch nicht. Nur um 6 Stimmen verfehlte die engagierte Gruppe den Einzug in den Gemeinderat.

Anfangs ließ sich die junge Gruppe, zu der inzwischen Mag. Wolfgang Fink gestoßen war, nicht entmutigen. Auch nach den verlorenen Wahlen wurde die Bevölkerung mit insgesamt 8 Nummern der BISSGURN über die Gemeindeaktivitäten informiert. In den Söchauer Geschäften wurden Umfragen bezüglich der Einkaufgewohnheiten der SöchauerInnen erhoben, um die Kaufleute zu umweltfreundlichen Getränkeverpackungen überreden zu können.

Schlussendlich verebbte allerdings der Elan. Man konnte zwar als aufmerksamer Beobachter der Gemeinderatssitzungen über die gefassten Beschlüsse berichten, allerdings fehlten die notwendigen Vor- und Zusatzinformationen, um von außerhalb etwas bewegen zu können. Nach 8 Nummern wurde die BISSGURN - auch wegen finanzieller Engpässe - vorläufig eingestellt.

 

 

 

 

Der Erfolg bei den Gemeinderatswahlen 1995

Es war wieder Karl Peierl, der an einem freundlichen Novembertag des Jahres 1994 den Anstoß zur Neugründung der BISS gegeben hat. Im folgenden Winter wurden mehrere Sympathisanten angesprochen, und viele waren bereit, für die "BISS - Die Grünen", so sollte der neue Name mir Bekenntnis zur grünen Mutterpartei lauten - zu kandidieren.

Nachdem der bisherige Obmann Peter Drobnic seine private Zukunft in Riegersburg geplant hatte, wurde Wolfgang Fink zum Listenführer gewählt.

Hinter ihm formierte sich ein kräftiges Team von weiteren 9 Kandidaten, aber leider keine -Innen.

1

Mag. Wolfgang FINK 1960 Lehrer

2

Erich MEISTER 1958 Techn. Angestellter

3

Mag. Manfred SATTINGER 1955 Religionslehrer

4

Oskar SCHELLNAST 1968 Masseur

5

Wolfgang SCHOBER 1973 Student

6

Josef WILFLING 1957 ÖBB-Bediensteter

7

Ing. Peter DROBNIC 1956 Techn.Angestellter

8

Guntram SAMMER 1975 Student

9

Franz STALLINGER 1952 Arbeiter

10

Josef GRABNER 1960 Lehmbaukünstler

Biss-Team 1995
Das Kandidatenteam der BISS - Grünen 1995
Schellnast, Stallinger, Meister, Grabner, Fink, Sammer, Sattinger,Wilfling, Schober

Der große Zuspruch für die Grünen - v.a. unter der Jugend zeichnete sich schon vor den Wahlen ab. Innerhalb weniger Stunden waren 16

M.Petrovic
1998 sprach M. Petrovic auf Einladung der Söchauer Grünen über die Ökosteuerpläne der Grünen

Unterstützungsunterschriften gefunden.

Die Gemeinderatswahlen von 26. März 1995 brachten das ersehnte Ergebnis: Die Grünen schafften locker mit 9,7 Prozent der Stimmen - einem der besten Ergebnisse der Steiermark - den Einzug in den Gemeinderat. In der Katastralgemeinde Söchau war die BISS sogar mit 17 % die zweitstärkste Fraktion - klar vor der SPÖ und den Freiheitlichen.

Obwohl die Grünen in Kohlgraben mehr Stimmen als die Sozialisten bekamen und in Tautendorf die Blauen abgehängt haben, bleiben die Katastralgemeinden die Achillesferse der grünen Gemeindepolitik. Zukünftige Erfolge erscheinen nur mit Erschließung dieser Gebiete möglich.

Die Grünen brachten zweifellos frischen Wind in die Gemeindestube. Nicht nur eine Vielzahl von Anträgen und Anregungen kamen vor der BISS, sondern die regierende ÖVP wurde erstmals mit harter Kritik an ihrer teils selbstherrlichen Politik konfrontiert. Diese Auseinandersetzungen, die von Seite der Grünen stets auf die politische Ebene beschränkt blieben (was man von der anderen Seite nicht immer behaupten konnte), wurden nicht nur im Gemeinderat, sondern auch in der grünen Ortszeitung BISSGURN ausgetragen.

Letztere entwickelte sich zum wichtigsten Instrument der politischen Auseinandersetzung und des Informationsflusses an die Gemeindebürger. Zahlreiche positive Reaktionen aus der Bevölkerung bestärkten das BISS -Team immer wieder, diese Nachrichten, welche zur Sorge des grünen Finanzreferenten kaum unter 12 Seiten gerieten, weiterzuführen.

Als besondere Ehre durfte unser Team die Wahl der BISSGURN zur besten grünen Ortszeitung der Oststeiermark entgegennehmen.

Dass Politik auch Spaß machen soll, versuchten wir durch zwei Faschingszeitungen darzustellen. Auf ironisch-satirische Weise konnte teilweise auf aktuelle kommunale, aber auch nationale politische Probleme hingewiesen werden. Dass wir uns dabei auch selbst ordentlich auf die Schaufel genommen haben, sollte den anderen Parteien zeigen, dass man wirklich nicht alles ernst nehmen sollte.

Die Grünen 2000

Im Laufe der letzten Jahre sind die Grünen in Söchau ein allgemein anerkannter politischer Faktor geworden. Für die Gemeinderatswahl 2000 konnte wieder ein junges, engagiertes Team mit einem hohen Frauenanteil (verglichen mit 1995) gewonnen werden.

Leider brachte die Gemeinderatswahl von März 2000 nicht den gewünschten Erfolg. Die Grünen verloren drei Stimmen (0,4 %) und behielten einen Sitz im Söchauer Gemeinderat. Zwar kann man durchaus von einer Stabilisierung sprechen, doch muss zugegeben werden, dass sich die BISS mehr erwartet hatte. 

Der von GR Fink sofort ins Auge gefasste Rückzug aus der Politik wurde nach  langer Nachdenkpause wieder rückgängig gemacht, so dass er die Grünen auch in der nächsten Gemeinderatsperiode in der Gemeindestube vertritt.

Ein großer Erfolg konnte Anfang 2000 verbucht werden: Als eine der ersten Ortsgruppen der Steiermark sind die Söchauer Grünen mit einer eigenen Homepage im WWW vertreten. Für Söchau ist es überhaupt die erste umfangreichere Präsentation im Internet gewesen !

Während die erfolgreiche grüne Ortszeitung BISSGURN aus verschiedenen Gründen eingestellt wurde, werden die SöchauerInnen jetzt aktuell durch das Internet und die Homepage der Grünen über das aktuelle Gemeindegeschehen, gewürzt mit - falls notwendig - BISSigen Kommentaren,  informiert.

 

 

 

 Unser Team für Söchau 2005

1

Mag. Wolfgang
FINK   
MAIL

1960

AHS-Lehrer 

Söchau 182 

Erich
MEISTER   
MAIL

1958 

Technischer Angestellter 

Söchau 101 

Veronika
GRABNER 
   MAIL

1963 

Lehrerin 

Tautendorf 7 

Josef 
WILFLING
 
   MAIL

1957 

ÖBB-Angestellter 

Söchau 169 

5

Mag. Manfred
SATTINGER

1955

Lehrer

Söchau 45

         

 

Die Grünen sind derzeit mit einem Mandatar im Gemeinderat von Söchau vertreten:

Erich Meister (seit 5. April 2008)

email


- langjährige aktive Mitarbeit im ESV Söchau und in der Kräuterwelt Söchau (ehemals Fremdenverkehrsverein) jeweils als Kassier  

Mein persönliches politisches Credo lautet:
„Jede Machtausübung neigt zum Missbrauch. Absolute Macht neigt zum absoluten Missbrauch.“ Daher kämpfe ich leidenschaftlich für wirksamere Machtkontrolle und gegen die Aushöhlung von grundlegenden Bürger- und Menschenrechten.

Vor allem in den Bereichen alternativer Energien Machtkontrolle und Informationspolitik möchte ich eigene Schwerpunkte setzen. Dazu suche ich die Zusammenarbeit mit allen Kräften im Söchauer Gemeinderat, die eine Stärkung der wirtschaftlichen und umweltabhängigen Lebensgrundlagen unserer Großgemeinde anstreben.

 


Im April 2008 übergab W. Fink den Vorsitz der Ortsgruppe Söchau
und das Gemeinderatsmandat an Erich Meister

 

Frühere Gemeinderäte

Mag. Wolfgang Fink (1995 - 2008)

Wolfgang Fink begann 1990 mit der Mitarbeit bei den Grünen in Söchau und kandidierte 1995 als Listenerster der "BISS - Die Grünen" für den Gemeinderat. Schaffte mit 9,7 % der Stimmen den Einzug in die Gemeindestube. 
Gemeinderatswahlen von März 2000 : 9,3% der Stimmen. 
Gemeinderatswahlen von März 2005 : 9,6 % der Stimmen. 
Obmann des Prüfungsausschusses sowie zeitweise Mitglied des Umwelt- und Kultur sowie des Forstausschusses

GR  Fink sah seine Hauptaufgaben in der Kontrollfunktion sowie dem Erarbeiten und Einbringen ökologisch sinnvoller Anträge und Anregungen. Unter anderem  trat die Gemeinde Söchau auf seine Initiative hin  dem Klimabündnis und der Fair Trade - Bewegung bei, errichtete sie eine Photovoltaik- und Solaranlage im Kräuterdorfstadion und stellte die Volksschule auf den Bezug von Ökostrom um.
W. Fink war 13 Jahre im Prüfungsausschuss und leitete diesen von 2000 - 2008 als Obmann. 

GR Fink und "Sascha" van der Bellen
GR Wolfgang Fink und Parteichef Alexander van der Bellen, der mit den Grünen 1999 in Söchau tagte.