Geographisches und Statistisches zu Söchau...

Lage des Kräuterdorfs Söchau

Gemeinde Söchau, Plan
Kartenquelle: BEV,
AMAP 3D

Statistische Daten und    
     Kurzbeschreibung
*   Naturraum 
*   Klima
Altersaufbau der Bevölkerung Söchaus , 2000
Familienstand der Bevölkerung,
    2000
*  Religionsbekenntnis
Haushaltsgrößen
Landwirtschaftliche Strukturen

 

Lage des Kräuterdorfs Söchau

Das Kräuterdorf Söchau erreichen Sie mit der Thermenbahn Friedberg - Fehring oder über die Südautobahn A2 / Abfahrt Ilz, Richtung Fürstenfeld/Ungarn, in Großwilfersdorf: rechts Richtung Söchau abbiegen

Das Kraeuterdorf Soechau liegt rund 50 km östlich von Graz und 150 km südlich von Wien.
 

Söchau im Winter 2000
Das winterliche Söchau

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Statistische Daten und Kurzbeschreibung:

Fläche: 18,19 km²

Einwohner: 1477 (Stand 2008)

Die Gemeinde Söchau hatte (unter Berücksichtigung der heutigen Gemeindegrenzen) ihren Einwohnerhöchststand 1910 mit 1570 Einwohnern. Setzt man die Bevölkerungszahl des Jahres 1869 (1.383) mit dem Vergleichsindexwert 100 fest, so bedeuten die 1480 Einwohner eine Steigerung auf (nur) knapp 110 (Zum Vergleich: Bezirk Fürstenfeld: 117, Steiermark: 167).

Unter Berücksichtigung der Nebenwohnsitze zählt die Gemeinde 1572 Einwohner, davon 739 männlich und 833 weiblich sowie 27 Ausländer und 2 Auslandsösterreicher

Die Großgemeinde Söchau besteht seit der Gemeindezusammenlegung von 1968 aus fünf Katastralgemeinden : Söchau, Aschbach, Kohlgraben, Ruppersdorf und Tautendorf

Die Gemeinde Söchau ist der Hauptort des unteren Rittscheintales und liegt an der Bahnlinie Friedberg - Fehring, die am Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie soll für den Tourismus der Sommerfrischler aus Wien eine entsprechende Bedeutung bekommen.

Der Bahnhof diente ursprünglich als Verladestation für das Holz und Obst des mittleren und unteren Rittscheintals. Heute ist er im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen der ÖBB nicht einmal mehr durch einen Vorstand besetzt; auch die Verladung wurde eingestellt.

Während die L 442, die Rittscheintalstraße, als Verbindungsglied zwischen dem oberen und unteren Rittscheintal dient, gehen die wichtigen Nord-Süd-Verbindungsstücke zwischen dem Feistritz- und Raabtal an unserer Gemeinde vorbei. (Heute nehmen die B 66 zwischen Ilz und Feldbach sowie die Landesstraße zwischen Fürstenfeld und Fehring einen Großteil dieses Verkehrs auf.

Seit jeher spielt der Fremdenverkehr für Söchau eine wichtige Rolle. Doch auch hier ist ein deutlicher Wandel erkennbar. Frische Luft, eine waldreiche Umgebung, die zum Wandern einlädt und günstige Preise ließen einen relativ florierenden "Sommerfrische-Tourismus" entstehen. Doch lockt dieser kaum mehr (Wiener) Gäste in unseren Ort.

"Die fünf Gastwirte haben ihre Gaststätten freundlich und modern eingerichtet, so dass der Fremdenstrom von Jahr zu Jahr steigt" , konnte man noch in einer Beschreibung unserer Gemeinde aus den 50er Jahren lesen. Inzwischen hat sich viel geändert. Nicht nur das leider nur mehr zwei Hotels unsere Gäste versorgen, stagnieren durch den Rückgang des Bettenangebots auch die Nächtigungszahlen.

Über Wasser hält unseren Fremdenverkehr die Thermenregion und das Konzept Kräuterdorf, das Ende der 80er Jahre ins Leben gerufen wurde und zahlreiche Tagesgäste nach Söchau brachte. Im Sog dieser Idee traten einige (bäuerliche) Selbstvermarkter auf, die Kräuter- und landwirtschaftliche Produkte anbieten.

Naturraum

Etwa zwei Drittel der Gemeindefläche, nämlich 1130 ha, werden von etwa 185 landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet.
Der von Mais- und Getreidebau dominierte Talboden hat mit der Regulierung der Rittschein und Flurbereinigungsmaßnahmen die größten Veränderungen erfahren. Auwälder und Kleinstrukturen wie Flurgehölze, Raine, aber auch artenreiche Feuchtwiesen mussten einer weitgehend monotonen Ackerflur weichen.
Umso abwechslungsreicher und naturräumlich vielfältiger zeigt sich dagegen die Kulturlandschaft von den Talrändern und Gräben (Kohlgraben) ausgehend hinauf in die "Berge" von Söchau: Söchaubergen, Rosenbergen, Buchberg, Tautenberg, Dörflbergen, Spiegelberg ... - allesamt Höhen unter 400 m, aber oft mit großartigem Rundblick.
Im Einklang mit den Geländeformen, Schatt- und Sonnseite, bleibt das Hügelland hauptsächlich der Grünlandwirtschaft, traditionellen Streuobstwiesen und Obstanlagen, auf geschützten Hängen auch Weingärten, und dem Wald vorbehalten.

Wald
 
Mit zunehmender Seehöhe ändert sich aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen auch die natürliche Zusammensetzung des Waldes. Das Gemeindegebiet Söchaus befindet sich in der Hügelstufe (bis 380m Seehöhe). Der in dieser Höhenstufe vorherrschende natürliche Waldtyp ist der Laubmischwald.
Ohne menschliche Eingriffe würden im Rittscheintal Auwälder stocken und das Hügelland wäre geschlossen mit eichen/hainbuchenreichen Laubwäldern bedeckt.
In den Ufergehölzstreifen entlang der Fließgewässer sind die Baum- und Straucharten der ehemaligen Auwälder noch zu finden: Esche, Eiche, Erlen, Weidenarten, Traubenkirsche, gemeiner Schneeball und andere.
Den Waldbestand des Gemeindegebietes (ca. 560 ha) haben wir großteils als ökologisch hochwertigen artenreichen und standortgerechten Laubwald eingestuft, in dem folgende Baumarten vorherrschen: Eichen, Hainbuche, Rotbuche, Kiefer, Ahorn, Linde, Vogelkirsche.
Fichten und Lärchen entsprechen nicht dem Klima und der Höhenlage, sie sind an kühlere Gebirgslagen angepasst. Daher wirken sich Fichtenforste und Aufforstungen mit diesen Nadelhölzern sowohl waldbaulich als auch für den Naturhaushalt negativ aus. Umso mehr dann, wenn wildpflanzen- und tierartenreiche Extensivflächen wie Mager- und Feuchtwiesen in Monokultur aufgeforstet werden.
Naturbelassener Rittscheinaltarm

 

Gewässer
Der zwar regulierte, aber von hohen und dichten Ufergehölzstreifen gesäumte Fluss Rittschein sowie die alte Lahn bei Ruppersdorf und Tautendorf mit ähnlichem Uferbewuchs bereichern und gliedern den ansonsten strukturlosen offenen Talraum.
Zubringerbächen und Vorflutgräben dagegen fehlt oft jeder Uferbewuchs.
An machen Bachläufen sind die Gegensätze zwischen lebendigen, naturbelassenen Gewässerabschnitten (wie auf unserem Bild rechts) und schattenlosen Gräben besonders krass. (Spitzhart, Aschbach).

 

 

 

Klima

Das Kräuterdorf Söchau liegt im Einflussbereich des trocken-warmen pannonischen und des vom Mittelmeer beeinflussten illyrischen Klimas.

Merkmale dieser Übergangsregion sind über dem Österreichmittel liegende Jahresdurchschnitts- und Sommertemperaturen. Die Sommer zeichnen sich durch langandauernde Schönwetterperioden aus, die nicht nur eine ausgedehnte Badesaison, sondern auch den Anbau von Wein ermöglichen.

Die Niederschläge werden v.a. von den Mittelmeertiefs (Schnee) ins oststeirische Hügelland herangebracht.

Forsythien
Manchmal erwischt auch im klimatisch begünstigten Söchau die Forsythienblüte noch einen Schneepatzer ...


.... aber bald suchen die Bienen in den Blüten der blühenden Obstbäume

Bedrohliche Wetterlagen in Söchau ??

Gewitterwolken
Was sich  manchmal bedrohlich auftürmt, ist oft halb so schlimm ...

Regenbogen
... und nach dem Gewitter baut sich über Söchau ein Regenbogen auf .

 

Obwohl es in der Gemeinde keine Wetterstation gibt, lassen sich aus Vergleichsstationen der näheren Umgebung folgende, geschätzte Klimadaten interpolieren:

Jahresdurchschnitt: ca. 9°C
Jännermittel: - 1,5°C
Julimittel: 19°C
Jahresniederschlag: ca. 750 mm

 

Altersaufbau der Bevölkerung Söchaus , 2000

Altersaufbau der Söchauer Bevölkerung

Familienstand der Söchauer Bevölkerung, 2000:

Familienstand der SöchauerInnen

 

 

Religionsbekenntnis

Römisch-katholisch

1529

evangelisch AB

21

moslemisch

4

orthodox

4

ohne Bekenntnis

13

weitere

1

 

 

Haushaltsgrößen

Insgesamt gab es in der Gemeinde Söchau mit Jänner 2000 465 Haushalte, davon bestanden die meisten aus drei Personen :

Haushaltsgrößen

Wirtschaft in Söchau

Die Wirtschaft des Kräuterdorfs Söchau wird im Wesentlichen durch die Landwirtschaft (siehe unten) und dem Fremdenverkehr geprägt. Daneben prägen sowohl alteingesessene Unternehmen wie auch moderne Dienstleistungsunternehmungen wie Webdesign die ökonomische Struktur der Gemeinde. 
    Einen Überblick über die Unternehmen in Söchau finden sie auf der Wirtschaftsseite unserer Homepage.

   

 Landwirtschaftliche Strukturen

Seit jeher ist die Gemeinde Söchau durch die Landwirtschaft geprägt, doch nimmt der Anteil der (Voll-)Erwerbsbauern auch hier stetig ab. Einige Bauern gingen den Weg der Selbstvermarkter und riefen einen Bauernmarkt ins Leben, der von der einheimischen Bevölkerung und unseren Gästen gut aufgenommen wird.

Während es vor 30 Jahren noch eine relativ diversifizierte Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht, haben sich die Landwirte heute Großteils spezialisiert. Neben Schweinezucht mit entsprechender Pflasterung der Böden mit Körnermais (1995: 65% des Ackerlandes) spielt Gerste (14%)- und Weizenanbau (12%) eine relative Rolle. Den Rest des Ackerlandes teilen sich Roggen, Erdäpfel, Zuckerrüben und Kürbisse.

Erwerbsarten (Agrarstrukturerhebung 1995)

Agrar: Erwerbsstrukturen

 

Betriebsgröße (Agrarstrukturerhebung 1995)

Betriebsgrößen

 

Land(wirtschaftliche) Nutzung 1995                            


 ... und zum Vergleich 1970

Auf 65 % der Ackerfläche wird Mais angebaut, danach folgen (Sommer und Winter-) Gerste mit 14 % und Weizen mit 12 %

 

Apfelblüte einheimische Apfelsorten dominieren

Der Apfel gehört zu einer der wichtigsten Obstsorten in der Gemeinde Söchau

 

beim "Kürbis putzen"
Die Kürbisse werden zu einem Teil noch händisch geerntet und zum geschmackigen Kürbiskernöl oder anderen Kürbiskernspezialitäten verarbeitet

Sonnenblumen
Sonnenblumen schmücken nicht nur den Ort ...

Apfelblüte und Abendrot
Das milde Klima mit reichlicher Sonne führt zu früher Apfelblüte